Heba Y. Amin

Heba Y. Amin, The Master’s Tools I, 2018, Courtesy Heba Y. Amin

Wie wäre es, wenn wir einen neuen Superkontinent erschaffen? Man könnte Afrika und Europa verbinden und ihn ... Atlantropa nennen! Warum? Mit Atlantropa könnte Afrika Ressourcen aus Europa einfacher nutzen. Ein Kanal zwischen Kapstadt und Berlin könnte den Vertrieb von Waren erleichtern. Die gesamten Gelder der Länder dieses neuen Kontinents würden das Projekt, nicht Kriege und Terrorismus finanzieren.

Europa, du könntest deine irrationale Angst ablegen, von Migrant*innen aus Afrika und dem Nahen Osten überrannt zu werden.

In ihrem Anti-Control Room, Teil des größeren Projekts Operation Sunken Sea, übernimmt Heba Y. Amin für die 10. Berlin Biennale die größenwahnsinnige Idee eines Superkontinents. Im Frühjahr 2018 inszenierten sie und Expert*innen bereits eine entsprechende Präsentation am Mediterranean Institute der University of Malta. In Berlin zeigt Amin weiterführende Materialien sowie Dokumentationen anderer utopischer Visionen alternativer Geografien. Das Projekt Operation Sunken Sea (The Anti-Control Room) (2018) verwischt die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; zwischen Wahrheit, Fiktion und Größenwahn. Amin lässt uns mit einem unbehaglichen Gefühl zurück: verunsichert darüber, in welcher Welt wir zurzeit leben oder in welcher Welt wir uns vielleicht wünschen (oder nicht wünschen) zu leben.

—Yvette Mutumba

    Ausstellungsort:
  • ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik

WERKLISTE

Operation Sunken Sea (The Anti-Control Room), 2018
Videoinstallation, verschiedene Materialien
Courtesy Heba Y. Amin; Zilberman Gallery, Istanbul/ Berlin

Im Auftrag und produziert von Berlin Biennale for Contemporary Art
Mit Unterstützung von Outset Germany_Switzerland; Zilberman Gallery, Istanbul/Berlin