I’m Not Who You Think I’m Not #32: School of Anxiety: Autopoiesis, Entropy or Redundancy and Other Terms

Freier Eintritt

KW Institute for Contemporary Art
Studio
Auguststraße 69
10117 Berlin

I’m Not Who You Think I’m Not #32: School of Anxiety: Autopoiesis, Entropy or Redundancy and Other Terms
Buchpräsentation und Diskussion mit Awuor Onyango, Nyakallo Maleke, Sanyu Kiyimba-Kisaka und Serubiri Moses

Die School of Anxiety (SoA) versteht sich als unteaching environment, als Raum des Verlernens und der Konstruktion von anderem Wissen. Der Fokus des Formats liegt auf der Beschäftigung mit subjektiver Angst, basierend auf Lernprozessen und Ideenaustausch. Die Projektmitglieder sind Awuor Onyango aus Kenia, Nyakallo Maleke aus Südafrika, Sanyu Kiyimba Kisaka aus Uganda sowie Serubiri Moses, Mitglied des kuratorischen Teams der 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, der das Projekt initiiert hat.

Die bisherigen Ausgaben der SoA in Johannesburg, ZA, im September 2017 und Nairobi, KE im Februar 2018 umfassten Workshops, Exkursionen, Diskussionen und Performances. In Berlin, DE werden die Mitglieder der SoA im September 2018 ein Buchprojekt mit dem Titel School of Anxiety: Autopoiesis, Entropy, Redundancy or Other Terms präsentieren und diskutieren. Die Veranstaltung wird moderiert von Serubiri Moses.

Über das aktuelle Publikationsprojekt sagten Mitglieder der SoA: „Dieser besondere Prozess des Schreibens hat uns einen Raum geboten, uns zu offenbaren und unser Herz auszuschütten. Wir haben diese Zeit genutzt, um – mittels verschiedener selbstgewählter Methoden des Schreibens – unsere Wahrheit auszusprechen. Wir öffnen hier unsere Seelen und legen unsere Verletzlichkeit bloß. Das ist nicht schlecht. Das ist das Interessante an uns. Wir fühlen. Das ist ganz normal, es ist eine menschliche Eigenschaft.

„Wir haben diesen Entwurf in der Absicht erarbeitet, eine Geschichte der kollektiven, individuellen, sozialen, politischen, historischen und psychologischen … Ängste zu erzählen – die Liste lässt sich fortsetzen. Die Gespräche in dieser Publikation werden sich weiterentwickelt und verändert haben, wenn alles zusammengestellt ist. Und so könnte diese Arbeit auch ein Abschnitt auf einem Weg der Heilung sein. Das muss nicht unbedingt hier geschehen, vielleicht beginnt es auch erst, nachdem das Buch gedruckt ist, oder sogar noch später, wenn der „Berlin“-Rummel schon wieder abgeklungen ist.

„Wenn diese Publikation so etwas ist wie eine Enzyklopädie der Angst, dann ist sie das. Wenn es eine Publikation ist, die eine nicht endende Angst evozieren soll, selbst wenn wir das Projekt beenden wollen – dann ist das so. Wir stellen aber fest, dass unsere Publikation kein Angriff ist: Wir sehen sie als den Versuch eines Widerstands. Es ist keine Publikation, die uns als Opfer darstellt, sondern als Sieger*innen. Es ist bestimmt keine Arbeit, die sagt, dass wir Rettung brauchen (vielleicht ein bisschen), aber es ist schon eine Arbeit, die so etwas wie einen Übergangsprozess symbolisieren könnte. Vielleicht … das ist nur ein Gedanke.“